21.09.2020

Innosuisse Special Coaching: Learnings aus Remote Workshops mit 20 Startups

Von Stefan Huber

Im Januar 2020 wurde ich in Bern in den Kreis der Innosuisse Coaches aufgenommen, als Special Coach für Storytelling und Content Marketing. Mein Präsenz-Workshop war ready! Dann kam der Lockdown. Startups wären nicht Startups, wenn sie nicht flexibel wären. Ab ins Netz. Seit Mitte März arbeite ich in virtuellen Workshops mit mehr als 20 Startups zusammen. Diese Erfahrungen habe ich in diesem Beitrag für euch zusammengefasst. 

Ein kurzer Überblick zum Inhalt:

 

Die Startups kamen mit verschiedenen Problemstellungen auf mich zu. Es ging häufig darum, pragmatisch Lösungen für vielfältige Herausforderungen zu finden:

Darauf haben wir gemeinsam Antworten gesucht. Und es hat gut funktioniert in Form eines virtuellen Workshops, der Schritt für Schritt optimiert wurde. Hier habe ich die Learnings zusammengefasst. 

 

Wie viele Teilnehmer sollen beim Workshop dabei sein? Und wer genau?

Mein Fokus liegt darauf, so viel wie möglich über die Pains und Gains der Kunden der Startups zu erfahren: Customer Centricity! Sales und Marketing müssen unbedingt dabei sein. Gerade bei KMUs und grösseren B2B Startups mache ich auch die Erfahrung, dass Marketing und Sales zu wenig miteinander kommunizieren. Customer Succes oder Customer Service Manager bringen meist auch viel Wissen rund um die Kunden mit ein. Zentral ist es, im ersten Workshop auch Entscheider mit dabei zu haben, in Form eines Gründungsmitglieds oder jemandem aus der Geschäftsleitung. Denn im ersten Workshop legen wir auch strategisch die Basis für die weiteren Mini-Remote-Workshops. 

Meine Erfahrung zeigt, dass vier Teilnehmer perfekt sind für einen virtuellen Workshop. Bei Präsenz-Workshops sollten es maximal sieben sein. 

 

Welche Tools brauche ich für einen Remote Workshop und virtuelle Zusammenarbeit?

Ich habe viele Tools ausprobiert: Zoom, Whereby, Google Meet, Slack, Microsoft Teams, Cisco Webex oder GoToWebinar. Ganz ehrlich, die Workshops können mit allen genannten Tools gut durchgeführt werden.

Viel wichtiger ist meiner Ansicht nach das virtuelle Whiteboard, welches das Canvas ersetzt. In Präsenz Workshops nutze ich diverse Canvas um Teams gemeinsam an einem Thema arbeiten zu lassen. Das geht auch online. Ich nutze aktuell vor allem den Digital Workspace von mural um die Personas, die Customer Journey und die Heldenreise gemeinsam mit dem Team zu visualisieren. Andere Innosuisse-Coaches arbeiten gerne mit miro. Ich denke, beide Tools eignen sich sehr gut für Remote Workshops.

 

Wie moderiere ich einen virtuellen Workshop auf Zoom und Co.?

Nach einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Keynote zum Thema nehme ich das Zepter jeweils in die Hand:

Ich teile das mural über meinen Bildschirm mit den Teilnehmern. Dann sehen alle das gleiche und ich kann den Workshop gut steuern. Ich formuliere klare Fragen. Auch mal mit “warum” oder mit “kannst du das erklären” nachhaken

Aus Effizienzgründen fülle ich die digitalen Post-Its auf mural selbst aus und ordne sie. So kann ich die Fragen stellen und die Teilnehmer können antworten und diskutieren. Andere Coaches berichten wir, dass sie die Teilnehmer die Post-Its ausfüllen lassen. Am Ende muss das Resultat stimmen, auch dieser Weg funktioniert.

 

Vor- und Nachteile von virtuellen Workshops gegenüber Präsenz-Workshops?

Ein großer Vorteil ist es, die Workshops in kurze Sprints aufzuteilen. Inspiriert hat mich indirekt auch das Buch “Sprint - Wie man in nur fünf Tagen neue Ideen testet und Probleme Löst” von Jake Knapp. Auch andere Innosuisse-Coaches arbeiten ähnlich. Und so sieht normalerweise ein Setup aus:

  1. Strategie-Workshop (2-3 Stunden)
  2. Homework
  3. Follow-Up Workshop (2-3 Stunden)
  4. Homework
  5. Mehrere einstündige Deep Dive Sessions 

So sind wir sehr schnell auch lösungsorientiert unterwegs und die Startups können zwischendurch die Ideen umsetzen, testen, lernen und wir können die Resultate gemeinsam bewerten. Das Lean Startup Prinzip kann so einfacher angewendet werden. 

Zudem können wir internationale Teams zum Workshop einladen, ohne dass hohe Reisekosten entstehen. Die Hälfte meiner Innosuisse-Workshops finden auf Englisch statt und es ist wirklich toll, was für High Potentials für die Innosuisse Startups tätig sind. Und sie können teilnehmen. Ich sage auch immer: “Hey, lasst uns einen Kunden dazu nehmen.” Das wird uns auch noch gelingen. 

Ja, es gibt auch Nachteile. Wie ergeht es euch? Ich gebe fast jeden Tag virtuelle Workshops und die Augen leiden. Ich kann auch Reaktionen oder Emotionen weniger wahrnehmen. Und die Gefahr der Ablenkung ist größer und die Konzentration geringer, da die Teilnehmer nebenbei mal die Mails checken oder aufs Handy schauen. Ich will künftig testen, die Teilnehmer auch diesbezüglich mit klaren Regeln noch besser einzubinden. 

Aber alles in Allem sehe ich auch nach Corona einen Mix aus Präsenz und Remote als ideal an.

 

Methoden-Mix aus Design Thinking, Heldenreise, Pixar & Co.

In den Remote Workshops mit den Startups konnten wir Schritt für Schritt auch unsere Methode optimieren. Brian Solis treibt uns mit seinem Zitat “Denke wie der Kunde und handle wie ein Startup” an. Die Zielgruppe steht auch im Storytelling im Fokus.

Wir nutzen Design Thinking Methoden um spielerisch mehr über die Zielgruppe zu erfahren. Sei es in Form von User Journey Maps, Empathy Maps oder dem See-Think-Do-Care Framework. Auf mural können wir so effizient das Know-How der Workshop-Teilnehmer visualisieren und die Erkenntnisse später für die Entwicklung der Storylines nutzen.

Dort bedienen wir uns dann diverser Methoden wie jene der Heldenreise oder den Ansätzen von Pixar. Mehr dazu erfährst du auch in diesem Blogbeitrag.

  
Blogbeitrag über Methoden-Mix mit Design Thinking und Storytelling

Schritt für Schritt tauchen wir dann auch ein in Kanäle wie LinkedIn, Facebook, Instagram oder YouTube. Oder wir beleuchten die Content Formate wie Webinare, Whitepaper, Tutorials, Newsletter, Erklärvideos, Pitchvideos oder Blogbeiträge. Im Fokus haben wir immer auch das Ziel. Meist geht es darum, Leads zu generieren.

 

Resultat: Unser eigenen StoryUp “90-Sekunden Pitch Canvas”

Mit den Erfahrungen aus der inspirierenden Arbeit mit den Innosuisse-Startups konnten wir unser StoryUp “90-Sekunden Pitch Canvas” entwickeln. Dieses nutzen wir digital auf mural aber auch in Präsenz-Workshops.

Du kannst es hier kostenlos downloaden oder dich für unser nächstes 90 Sekunden Pitch Webinar anmelden. 

  
Download 90-Sekunden Pitch Canvas

Und vergiss nicht: “Denke wie der Kunde und handle wie ein Startup!”

 

 

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