26.10.2020

20 Tipps für dein Video-Storytelling in Social Media

 

Von Michaela Smykalla und Stefan Huber

In diesem Beitrag laden wir dich ein zu einem Deep Dive ins Storytelling mit Videos auf YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn. Wir holen dich sozusagen da ab, wo du nach dem Ausfüllen unseres Storytelling Canvas ansetzen kannst.

Wir geben dir für jede der genannten Social Media Plattformen eine Reihe von Infos und Tipps an die Hand, damit du deine Story kanalspezifisch erfolgreich verbreiten kannst.

 

 

Bevor wir eintauchen, hier nochmal eine kurze Checkliste, welche Punkte du bereits abgehakt haben solltest, um die nächsten Steps zu gehen. Sie entsprechen dem Vorgehen in unserem Canvas. Natürlich kannst du dich aber auch schon vorab von unseren 20 Social Media Video-Tipps inspirieren lassen.

  
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Vorarbeit:

 

Wenn du dabei noch Unterstützung brauchst, findest du ausführlichere Tipps für dein Storytelling in unserem Beitrag:

  
Storytelling: Überzeugen in 90 Sekunden

 

Wir starten jetzt mit unseren 20 Infos & Tipps für deine Videos auf YouTube, Facebook, Instagram und LinkedIn:

 

YouTube

1. Lean forward 

Die Ausgangssituation ist meist, dass der User bewusst nach einem Thema sucht und dann bewusst ein Video auswählt. Es ist ebenso möglich, dass der User ein Video schaut, weil der YouTube Algorithmus es ihm als geeignetes Anschluss-Video vorschlägt. In beide Fällen ist der User im aktiven Modus.

 

2. Start high

Entsprechend des Lean forward Modus will der User die gewünschten Antworten, bzw. das erhoffte Entertainment schnell sehen. Die ersten 15 Sekunden sind daher entscheidend. Es gilt also: Beginne nicht mit einem Standard-Intro. Starte direkt mit den relevanten Inhalten! Getreu dem Motto “best picture, first picture” kann z. B. ein kurzer Teaser mit den Video-Highlights die Aufmerksamkeit nochmal pushen, oder ein schneller Überblick des Inhalts. Wer ggf. ein Intro integrieren möchte, sollte es erst nach diesem ersten Block integrieren.

 

Quelle: W&V Report Content Marketing 6-2020

 

3. Audiovisuell überzeugen

Start high bezieht sich auch auf den audiovisuellen Bereich. Beginne also mit starken, hochwertigen Bildern und einem sauberen Ton. Egal ob in Eigenregie, oder von Profis produziert, dein Video sollte einen gewissen ästhetischen Anspruch erfüllen. Vermeide also verwackelte Bilder, schlechte Lichtverhältnisse und unsauberen Ton. 

 

4. SEO

Im Gegensatz zu den reinen Social Media Plattformen, erfüllt YouTube in erster Linie die Funktion einer Suchmaschine für Videos. Entsprechend solltest du mit der Optimierung nicht erst beim Titel und der Beschreibung beginnen. Achte schon im Video selbst auf Keyword Platzierungen z. B. im Sprechertext. YouTube erkennt diese Inhalte immer besser.

 

5. Es darf ein bisschen mehr sein 

YouTube ist, wie die meisten Plattformen, daran interessiert, die User bei jeder Sitzung möglichst lang zu halten. Und der User ist aufgrund des Nutzungsszenarios auch durchaus in der passenden Stimmung dafür. Gestalte dein Video also nach dem Motto “so lang wie möglich, so kurz wie nötig”. Beachte dabei aber auch, dass es nur so lang sein sollte, wie die Story trägt. Andernfalls sinkt die Completion Rate. Das heißt, die Zuschauer steigen schon frühzeitig aus. Dieser Faktor wird von YouTube negativ bewertet und kann zu einem schlechteren Ranking führen.

 

6. Barrierefreiheit

Ein Untertitel reduziert Sprachbarrieren. So wird dein Content für eine größere Zielgruppe zugänglich. Du kannst ihn per srt Datei in allen möglichen Sprachen bei YouTube hochladen und so deinen Zuschauern ganz unkompliziert den passenden zur Verfügung stellen. Außerdem sorgt die Untertiteldatei für eine bessere Auslesbarkeit der Inhalte durch YouTube. Ebenfalls ein SEO-Win.

 

Facebook & Instagram (reguläre Posts im Newsfeed)

7. Höher als breiter

Der Feed ist nicht für 16:9 Videos optimiert. Du würdest mit einem Video in diesem Format also nur eine kleine Fläche ausfüllen. Das fällt dem User bei der Menge an Content kaum ins Auge. Zudem machen sich die User kaum noch die Mühe, das Handy zu kippen, um das Video im Querformat anzusehen. Genauer gesagt werden 96 Prozent der konsumierten Videos im Hochformat angesehen. Lade deshalb Hochformat-Videos hoch. Dafür eignen sich 1:1, 4:5 2:3 und vor allem 9:16 als Seitenverhältnis.

 

Quelle: W&V Report Content Marketing 6-2020

 

8. Best picture, first picture

Um im Newsfeed zu überzeugen, ist noch mehr Geschwindigkeit angesagt als auf YouTube. Nur 1,7 Sekunden geben die User laut Untersuchungen dem Content eine Chance, um aufzufallen.

 

9. Autoplay

Auch der automatische Videostart, den die meisten Nutzer auf ihrem Handy eingestellt haben, spricht für einen starken einstieg. Das heißt, auf Facebook und Instagram geht es weniger um ein auffallendes Thumbnail, sondern mehr um die ersten Sekunden des Videos. Und das ganze ohne Ton. Denn auch das ist bekanntermaßen typisch für den Videokonsum in Social Media.

 

10. Untertitel

Wer nicht ohne Text auskommt, sollte unbedingt Untertitel einbinden. Auf Facebook am besten auch per srt Datei in den gewünschten Sprachen. So bekommt der User seine bevorzugte Sprache automatisch angezeigt. Auf Instagram funktioniert das leider nicht. Hier müssen die Untertitel bereits fest in das Video integriert sein.

 

Instagram Storys

11. Hochformat

Auch in den Storys solltest du bestenfalls 9:16 Videos einbinden, um den gesamt Screen eines Mobiltelefons auszunutzen, denn hier wird ausschließlich im Hochformat geschaut.

 

12. Hop oder Top

Die kurze Spanne von 1,7 Sekunden, um die Aufmerksamkeit zu gewinnen, gilt ebenso in den Storys. Wer hier nicht sofort mit den Highlights loslegt, wird weggewischt. Chance vertan. 

 

13. Das Ding mit der Länge

Die Clips in den Story-Elementen haben maximal eine Länge von 15 Sekunden. Ist ein Video länger, wird es beim Erstellen einer Story in der Maske automatisch in mehrere Clips unterteilt. Achtung: Das funktioniert aber nur für bis zu vier Clips. Sprich, mit einem Video von maximal 60 Sekunden Länge. Der Rest wird beim Erstellen einer Story automatisch abgeschnitten. Dann bleibt nur noch der manuelle Video “Vorschnitt”, um weitere Elemente anzuhängen. Versuche als Einsteiger aber zunächst, deine Story bestenfalls innerhalb eines Clips zu erzählen. Also innerhalb von 15 Sekunden. Das macht es einfacher, das Interesse aufrecht zu erhalten. Als erfahrener Instagram-Storyteller kann man dann auch über mehrere Elemente hinweg erzählen, Videos und Bilder mixen und am Ende den Call to Action platzieren. Dieses Vorgehen eignet sich aber eher für das Adressieren bereits treuer Follower.

 

14. Und Action! 

Nutze die interaktiven Story-Sticker z. B. für Umfragen, zum Chatten oder ein Quiz. Das steigert das Engagement und du profitierst gleich doppelt. Zum einen aufgrund des gesteigerten Instagram Rankings durch mehr Interaktion, zum anderen lernst du so Deine Zielgruppe noch besser kennen.

 

Quelle: https://business.instagram.com/blog (Screenshot-Montage eines Beispiel-Videos)

 

15. Story Ads

Einige Funktionen wie z. B. eine direkte Verlinkung zu externen Inhalten über das Swipe-Up Element, sind erst ab 10.000 Followern verfügbar. Wer nicht so lange “warten” will, kann z. B. über eine Story-Ad diese Vorteile erhalten. Anzeigen in Instagram Storys können ohnehin eine gute Ergänzung zum regulären Content sein, um neue Follower zu gewinnen und die Zielgruppe zu erweitern.

 

LinkedIn

16. Rein geschäftlich

Vor allem für die B2B Zielgruppe ist LinkedIn der ideale Kanal. Content Marketing und Storytelling mit Videos funktionieren hier also etwas anders als auf Instagram oder Facebook.

 

17. Du bist der Experte

Setze auf deinen Expertenstatus und bau ihn aus. Überzeuge mit Videos, die Know-how vermitteln, aktuell informieren oder fachspezifisches Infotainment bieten.

 

18. Business Influencer

Das Storytelling sollte sich hier auf Wissensvermittlung und Problemlösung konzentrieren. Ist es an eine glaubwürdige Person geknüpft, die bereits als Thought Leader oder Experte wahrgenommen wird, ist es umso wirkungsvoller. Ggf. kannst du so jemanden für deinen Content oder die Cross-Promotion gewinnen.

 

19. Tonlos First

Nutze wie bei Facebook Untertitel, um den tonlosen Konsum deiner Videos zu ermöglichen. Der Upload einer Untertiteldatei im srt Format ist auf LinkedIn ebenfalls machbar.

 

20. Mehrwert ist mehr wert

Wecke gleich zu Beginn die Neugier auf den Mehrwert, den dein Video liefert. Entsprechend des Nutzerprofils von LinkedIn erwarten die User, dass sie ihre Zeit “gut investieren”, wenn Sie Inhalte konsumieren. 

 

Das waren unsere 20 Tipps für dein Video-Storytelling in Social Media. Noch mehr Tipps für dein Storytelling findest du auch im umfangreichen W&V Report Contentmarketing 110 Seiten geballtes Espertenwissen von dem Autorenteam mit Simone Fasse, Stefan Huber, Simone Naumann, Petra Sammer, Marc Voland und Alex Wunschel.

 

 

  
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